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05.05.2006
Im Innenhafen Duisburg wächst Hitachi Power Europe
Erster Spatenstich für Unternehmenszentrale mit NRW-Ministerin Thoben

Oberhausen, 5.05.2006. Der erste Spatenstich ist getan. NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben, Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland sowie der Essener Projektentwickler und Investor Kölbl Kruse GmbH vollzogen gemeinsam mit Vertretern von Hitachi Europe den Spatenstich symbolisch in den Baugrund. Duisburg ist damit um eine Baustelle reicher. Im Innenhafen errichtet Kölbl Kruse bis Mitte August 2007 mit der Hochtief Construction AG als Bauunternehmen die neue Unternehmenszentrale der Hitachi Power Europe GmbH (HPE).

Stetiges Wachstum von HPE erfordert Umzug
Die HPE wächst aufgrund hervorragender wettbewerbsfähiger Produkte und der weltweit starken Nachfrage nach wirtschaftlichen und umweltschonenden Kraftwerken sowie einer starken Technologieposition rasant. Die HPE ist verantwortlich für die Märkte in Europa, den ehemaligen GUS-Staaten, Afrika sowie im Mittleren und Nahen Osten. „Wir planen und bauen Gesamtanlagen sowie Kernkomponenten für fossil befeuerte Kraftwerke, einschließlich moderner Anlagen zur Rauchgasreinigung, Großdampferzeuger sowie Gas- und Dampfturbinen. Seit dem Start der Gesellschaft im Jahr 2003 konnten wir unsere Belegschaft bis zum Anfang des Jahres 2006 um über 50 Prozent ausbauen. Dieses dynamische Wachstum machte einen Umzug des Unternehmens notwendig“, erläutert Klaus J. Schmitz, Geschäftsführer der Hitachi Power Europe GmbH, anlässlich des Baubeginns für das neue so genannte Hitachi Power Office im Innenhafen. Das Unternehmen will bereits in der zweiten Jahreshälfte 2007 mit knapp 600 Mitarbeitern in die siebenstöckige Büroimmobilie einziehen.

Die Eckdaten: Hitachi Power Office
Zwei Tiefgaragenebenen bieten Platz für 200 Stellplätze, hinzu kommen 140 Außenstellplätze. Nach dem Entwurf von Bahl & Partner Architekten aus Hagen realisieren die Projektentwickler Stephan Kölbl und Dr. Marcus Kruse direkt neben dem Bürokomplex Five Boats am Nordufer ein weiteres architektonisches Highlight, das vor allem durch seine silberne Farbe besticht. Aluminium in der Außenhaut und Stahlelemente in der Innenausstattung ziehen sich wie ein „silberner Faden“ durch das Bauwerk.

Städtebaulicher Akzent am Nordufer
„Innerhalb von nur 15 Monaten wollen wir das Hitachi Power Office bauen und die bestehende Baulücke mit einer attraktiven Immobilie mit 20.000 qm Bruttogeschossfläche füllen“, kündigen die Projektentwickler Stephan Kölbl und Dr. Marcus Kruse an. „Das Gebäude wird die Neubebauung am Nordufer des Innenhafens nach Westen mit einem städtebaulichen Akzent abschließen.“ Das Essener Duo hat bereits zwei Neubauprojekte im Innenhafen (Five Boats, Bürohaus Innenhafen) realisiert sowie die denkmalgeschützte Immobilie „Speicher Allgemeine“ in ein modernes Bürogebäude  umgebaut.

Wirtschaftsministerin begrüßt Standortwahl
Aus einer Vielzahl von angebotenen Immobilien im Umkreis von ca. 30 km um Oberhausen hat der von der Wirtschaftsförderung Duisburg angebotene Innenhafen das Rennen gemacht. "Ich freue mich, dass die Hitachi Power Europe GmbH sich für den Standort Duisburg entschieden hat. Der Innenhafen ist dank der Unterstützung durch das Land und die EU ein Vorzeigebeispiel für einen gelungenen Strukturwandel. Er hat sich inzwischen zu Duisburgs beliebtestem Bürostandort und einer der attraktivsten Adressen im Ruhrgebiet entwickelt", sagt Wirtschaftsministerin Christa Thoben. Das Hitachi-Tochterunternehmen trage mit dazu bei, dass NRW seine Führerschaft auf dem Gebiet der Kraftwerkstechnologie behalte, so die Ministerin. "Die Kompetenzen des Unternehmens bei der Entwicklung und beim Bau effizienter und umweltschonender Kraftwerke sind für die anstehende Erneuerung des Kraftwerksparks in NRW von immenser Bedeutung."

Lebendiges Stadtquartier am Wasser
Der 1,8 km lange Innenhafen Duisburg ist ein ehemaliger Getreide- und Holzhafen, der nach dem Masterplan von Norman Foster durch den Umbau alter Speicher und zahlreiche Neubauten zu einem lebendigen Stadtquartier entwickelt worden ist, in dem Arbeiten, Wohnen und Freizeit miteinander verknüpft werden. Das Areal hat sich zur Top-Büroadresse an Rhein und Ruhr entwickelt. Hier wird die Spitzenmiete im Ruhrgebiet erzielt, hier haben sich bedeutende Unternehmen eine Immobilie für ihre Zentrale bauen lassen, wie alltours, die Novitas Vereinigte BKK oder die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Fasselt & Partner.

OB Sauerland setzt auf gutes Investitionsklima
„Als beispielhaft für das gute Zusammenspiel von Wirtschaft, Wirtschaftsförderung und Verwaltung in der Stadt Duisburg“, bezeichnet Oberbürgermeister Adolf Sauerland den Ansiedlungserfolg: „In Duisburg greift ein Rad in das andere, wenn es darum geht, Investitionen in der Stadt zu realisieren. Hier werden in kürzester Zeit gemeinschaftlich Perspektiven aufgezeigt, Hürden aus dem Weg geräumt, Unternehmen von allen Seiten unterstützt“, dankt das Stadtoberhaupt allen Beteiligten.

Neue Ära beginnt: Historie des Grundstücks
Damit meint Sauerland auch das Engagement der Duisburger Wirtschaft. So markiert die Ansiedlung von HPE auf dem 4.000 qm großen Grundstück den Beginn einer neuen Ära. 20 Jahre lang hatten zwei verfallene Speicher und ein kleines Bürohaus auf dem Grundstück brach gelegen, bis schließlich 2004 die Duisburger SGE Stüdemann-Grundbesitz-Entwicklung GmbH eine Objektgesellschaft gründete. Diese erwarb im Rahmen einer Zwangsversteigerung das Grundstück und stellte die Weichen für die künftige Vermarktung. So wird anderthalb Jahre nach der Versteigerung aus dem hässlichen Entlein – von der Presse wurde der Name „Schmuddelspeicher“ geprägt – ein stolzer Schwan.


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