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16.02.2006
Startschuss in Neurath gefallen
Babcock-Hitachi liefert Dampferzeuger für Großkraftwerk der RWE Power
Oberhausen, 16. Februar, 2006. Seit Beginn des Jahres rollen die Bagger:
Im niederrheinischen Braunkohlerevier errichtet die RWE Power AG am
Standort Neurath die Kraftwerksblöcke F & G mit einer Kapazität von jeweils
1100 MW und einem Wirkungsgrad von bis zu 43 Prozent. Die beiden
Dampferzeuger des Kraftwerks liefert die Babcock-Hitachi Europe GmbH
(BHE) als Federführer eines Konsortiums. Der Auftragswert für das
Konsortium liegt bei rund 660 Mio Euro, etwa die Hälfte entfällt dabei auf die
BHE und verbundene Unternehmen. Das neue Braunkohlekraftwerk in
Neurath mit einer Gesamtleistung von 2240 MW repräsentiert den neuesten
Stand der Dampferzeugertechnologie weltweit. Die beiden Blöcke, die in
den Jahren 2009 und 2010 in Betrieb gehen, sind die weltweit größten
Dampferzeuger mit dem höchsten Dampfmassenstrom, mit überkritischem
Dampfdruck und den höchsten Dampftemperaturen, die je für Braunkohle
realisiert wurden.
Das moderne Großkraftwerk leistet einen wichtigen Beitrag zum
Klimaschutz, denn gegenüber Altanlagen werden die CO2-Emissionen
deutlich reduziert. Auch die Beschäftigungseffekte verdeutlichen die
Dimensionen des Projekts: Bis zu 4000 Menschen werden in der heißen
Bauphase direkt auf der Baustelle oder bei Lieferanten mit der Realisierung
des Kraftwerks befasst sein. Für Klaus-Dieter Rennert, stellvertretender
Vorsitzender der Geschäftsführung der Babcock-Hitachi Europe GmbH, hat
dieser Auftrag auch symbolische Bedeutung: „Der Bau der Doppelblöcke ist
der konkrete Auftakt für die Modernisierung der deutschen und
europäischen Kraftwerksflotte.“
Dank der kompetenten und hoch motivierten Mannschaft der BHE werde
das Unternehmen erheblich an dieser Erneuerung mitwirken. „Wir haben
unsere Belegschaft in den letzten zwei Jahren um 50 Prozent aufgestockt
und werden auch weiterhin wachsen“, so Rennert. Zudem könne die BHE
auf umfangreiche Ressourcen in Europa und auch weltweit zurückgreifen.
„Wir liefern umweltschonende und wirtschaftliche Kraftwerke“, betont
Geschäftsführer Rennert, „die für die europäischen Betriebsbedingungen
optimiert sind, in der von unseren Kunden gewohnten bestmöglichen
Qualität.“
Daran arbeiten auch die zahlreichen jungen Ingenieure mit, die von der
BHE gewonnen werden konnten. Für Geschäftsführer Rennert sind die
überdurchschnittlichen Erfolge auf dem engen Markt für Nachwuchskräfte
auch ein Lohn für die intensive Zusammenarbeit mit den entsprechenden
Hochschulen. „Wir kümmern uns schon früh um den Nachwuchs.“
Etwa mit der Möglichkeit, begleitend zum Studium ein Praktikum bei der
BHE zu absolvieren oder der Chance, mit Unterstützung des Unternehmens
die Diplomarbeit anzufertigen. Zudem würden die Nachwuchskräfte
sicherlich auch die guten Zukunftsaussichten und die damit verbundene
langfristige Attraktivität des Unternehmens honorieren, glaubt Rennert. Sein
Fazit: „Junge Menschen sollten sich wieder mehr für eine
Ingenieursausbildung im Maschinen- und Anlagenbau interessieren. Das ist
eine hoch spannende Materie, die einen sicheren und interessanten
Arbeitsplatz mit sehr guten Karrieremöglichkeiten verspricht.“
Pressekontakt
Herr Helge Schulz
Tel.: +49 (0)203 / 8038 - 2929