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17.04.2008
Electrabel, E.ON Kraftwerke und Hitachi Power Europe bauen Testanlage zur CO2-Abscheidung
Gemeinsame Presseinformation

Duisburg, Hannover, Brüssel, 17. April 2008 Electrabel, E.ON Kraftwerke und Hitachi Power Europe (HPE) arbeiten bei einem Forschungsprojekt zur CO2-Abscheidung zusammen. Ziel ist der Bau und der Betrieb einer Testanlage, um das Verhalten verschiedener Lösungsmittel zur CO2-Abscheidung zu untersuchen. Mit der Anlage soll das optimale Lösungsmittel zur weitestgehenden Abscheidung von Kohlendioxid aus dem Rauchgas ermittelt werden.

Die Testanlage ist für die Behandlung von maximal 5.000 Kubikmeter Rauchgas pro Stunde unter realen Bedingungen ausgelegt. Für die Testanlage ist eine Betriebsdauer von insgesamt vier Jahren geplant. Innerhalb dieser Zeit soll die Anlage an Kraftwerksstandorten von Electrabel und E.ON Kraftwerke betrieben werden. Anfang 2009 wird die Anlage erstmals in Betrieb gehen.

Hitachi Power Europe entwickelt, konstruiert und installiert die Anlage und stellt auch die Betriebsmannschaft. Die Testanlage ist Teil der globalen Forschungs- und Entwicklungsoffensive von Hitachi im Bereich der Stromerzeugung. Ziele sind eine Steigerung des Wirkungsgrades etwa bei Turbinen, Großdampferzeugern und Luftreinhaltungssystemen sowie die CO2-Abscheidung und die Reduktion von Emissionen insgesamt. Die Hitachi Power Europe ist in nahezu allen deutschen und europäischen Forschungsvorhaben im Bereich der Kraftwerkstechnik aktiv und arbeitet eng mit Universitäten, etwa bei High-Tech-Materialien, Verbesserungen des Kraftwerksprozesses oder der CO2-Abscheidung, zusammen.

Um möglichst breite Erfahrungen unter unterschiedlichen technischen Randbedingungen zu sammeln, kann die Testanlage an Kraftwerksstandorten in Deutschland, den Niederlanden, Belgien oder anderen europäischen Ländern eingesetzt werden. Electrabel und E.ON Kraftwerke werden die Testanlage in den Betrieb ihrer Kraftwerke einbeziehen, um die Testprogamme unter realen Bedingungen durchzuführen. Die Anlage ist so konzipiert, dass sie zuverlässige Daten für spätere größere Anlagen liefern kann.

Um Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Klimaschutz in Einklang zu bringen, setzen die Stromerzeuger Electrabel und E.ON Kraftwerke auf einen breiten Energiemix sowie nachhaltige und flexible Lösungen. Electrabel und E.ON Kraftwerke wollen auch in Zukunft an einem breiten Energiemix zur Stromerzeugung festhalten. Vor diesem Hintergrund sind die Unternehmen interessiert, Know-how und praktische Erfahrungen mit der CO2-Abscheidung nach Verbrennung (Post Combustion Capture) zu sammeln, um diesen Prozess zu verbessern und mögliche nachfolgende Anlagen für neue oder bestehende Kraftwerke vorzubereiten.

Electrabel ist derzeit einer der führenden Stromversorger bezogen auf die Limitierung von CO2-Emissionen pro Kilowattstunde (report PwC - Enerpresse - Le Quotidien de l’Energie). Mit dem Engagement bei der Pilotanlage unterstreicht das Unternehmen seinen Willen, auch weiterhin bei der Reduktion von CO2-Emissionen eine führende Rolle zu spielen.

E.ON beabsichtigt, ihre CO2-Emissionen pro Kilowattstunde bis 2030 ggü. 1990 zu halbieren. Als wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz plant E.ON dabei die großtechnische CO2-Abscheidung und –Speicherung (CCS-Technologie) für Kohlekraftwerke ab 2020. Derzeit ist E.ON an 44 CCS-Projekten beteiligt. Die Investitionen hierfür betragen 55 Mio. Euro.


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Herr Helge Schulz
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