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18.01.2010
Erste Kesselstütze im 4800 MW-Kraftwerk Medupi gesetzt
Ein Meilenstein für die Energieversorgung Südafrikas


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Duisburg, 18.01.2010. Es ist der erste große Meilenstein auf dem Weg zu einer stabileren und umweltverträglicheren Energieversorgung in Südafrika: Am Samstag, 16. Januar, wurde am Standort Medupi die erste Kesselstütze für das künftige Großkraftwerk mit einer Leistung von 4800 Megawatt (MW) gesetzt. Rund 350 Kilometer von Johannesburg entfernt, entstehen dort und an einem weiteren Standort (Kusile) in den kommenden Jahren insgesamt zwölf Steinkohle-Kraftwerksblöcke, die nach ihrer Fertigstellung fast 20 Prozent der gesamten Stromversorgung in Südafrika gewährleisten. Die Hitachi Power Europe GmbH (HPE) liefert – gemeinsam mit der südafrikanischen Tochtergesellschaft Hitachi Power Africa (pty) (HPA) – die Großdampferzeuger (Kessel) für diese beiden Projekte. Das Auftragsvolumen beträgt rund vier Mrd. Euro.

Der Duisburger Energieanlagenbauer, eine Tochtergesellschaft von Hitachi, Ltd., erhielt Ende 2007/ Anfang 2008 von der Eskom, dem staatlichen Energieversorger Südafrikas, den Auftrag für Planung, Bau und Inbetriebnahme von insgesamt zwölf Großdampferzeugern mit einer Kapazität von jeweils 800 MW (elektrisch). Errichtet werden diese Kernkomponenten bis zum Jahr 2016/ 2017 an den beiden Kraftwerksstandorten Medupi und Kusile (Provinz Limpopo). Nach rund zwei Jahren Vorarbeit – unter anderem haben HPE/ HPA erhebliche Fertigungskapazitäten in Südafrika aufgebaut und in großem Umfang Facharbeiter ausbilden lassen – markiert das feierliche Setzen der ersten Kesselstütze den ersten Meilenstein.

Medupi ist der erste Neubau eines Steinkohlekraftwerks in Südafrika nach mehr als 25 Jahren. Die dort entstehenden sechs Großdampferzeuger verfügen über einen hohen Wirkungsgrad und sind erheblich effizienter als die bestehenden Anlagen. Weil für die gleiche Leistung weniger Brennstoff (Kohle) benötigt wird, stoßen die Kraftwerksblöcke weniger Kohlendioxid aus und lassen sich wirtschaftlicher betreiben. „Durch den Einsatz modernster Technik schont man also wertvolle Ressourcen und senkt in einem erheblichen Umfang die Emissionen“, erklärt Klaus Dieter Rennert, Vorsitzender der HPE-Geschäftsführung. „Dies spielt für wirtschaftlich stark wachsende Länder wie Südafrika, die auf eine sichere und umweltverträgliche Energieversorgung angewiesen sind, eine entscheidende Rolle.“

Das Projekt Medupi – und die baugleichen Großdampferzeuger für den Standort Kusile – beinhaltet sehr viel mehr als nur Montage und Inbetriebnahme: HPE und HPA investieren auch umfassend in Menschen und Maschinen vor Ort. So verbleiben zum Beispiel rund 60% des Auftragsvolumens als lokale Wertschöpfung im Land. Viele Komponenten, aus denen ein Großdampferzeuger besteht (etwa Druckteile und Teile des Stahlbaus) werden in Südafrika gefertigt und mehr als 1400 einheimische Arbeiter qualifiziert. Dazu kommen noch etwa 300 Auszubildende, die in Kooperation mit örtlichen Trägern für technische/ handwerkliche Berufe geschult werden, um auch nach dem Ende des Bauprojekts qualifizierte Jobs zu finden. Bislang sind bereits etwa 3000 Arbeitsplätze auf der Baustelle und in den Zulieferbetrieben entstanden.

In den kommenden Monaten wird das Kesselgerüst für den ersten Kraftwerksblock in Medupi montiert, anschließend beginnt der Bau des eigentlichen Großdampferzeugers. Die weiteren Blöcke in Medupi entstehen jeweils mit einigen Monaten Abstand, der letzte Großdampferzeuger geht Ende 2016 in Betrieb; in Kusile wird dies im Jahr 2017 der Fall sein.

„Die beiden Projekte in Medupi und Kusile sind nur der Beginn unseres langfristigen Engagements in Südafrika und den benachbarten Ländern“, so Klaus Dieter Rennert. „Es gibt in dieser Region einen großen Bedarf und den festen Willen zum Bau von hoch effizienten Kraftwerken. Dieses Potenzial wollen wir mit unserem Know-how und unseren ausgezeichneten Produkten, auch im Bereich des Umweltschutzes, ausschöpfen.“

• Hitachi Power Europe GmbH (HPE), eine Tochtergesellschaft von Hitachi, Ltd., plant und baut fossil befeuerte Kraftwerke und gehört mit ihren Referenzen zu den Markt- und Technologieführern. Der Energieanlagenbauer liefert auch Kernkomponenten wie etwa Großdampferzeuger, Umwelttechnik, Turbinen und Mahlanlagen. Seit 2007 hat das Unternehmen seinen Sitz am Innenhafen in Duisburg / Nordrhein-Westfalen und beschäftigt (inklusive Beteiligungsgesellschaften und Fertigungsbetriebe) rund 1.900 Mitarbeiter. Hitachi Power Europe ist innerhalb des Hitachi-Konzerns für die Märkte in Europa, in den ehemaligen GUS-Staaten und in Afrika verantwortlich.

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An der Zeremonie nahmen auch Brain Dames (links), Eskom’s Chief Officer for Generation Business, und Klaus Dieter Rennert, Vorsitzender der HPE-Geschäftsführung, teil.
   

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Die 1. Kesselstütze markiert einen wesentlichen Meilenstein beim Bau des ersten Steinkohlekraftwerks in Südafrika nach mehr als 25 Jahren.
   

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Bis Anfang 2016 entstehen in Medupi sechs Kraftwerksblöcke. Sechs weitere Anlagen werden im benachbarten Kusile gebaut.
   

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Pressekontakt
Herr Helge Schulz
Tel.: +49 (0)203 / 8038 - 2929