Pressearchiv 2016

10.08.2016
Mitsubishi Hitachi Power Systems integriert europäisches Kraftwerksgeschäft


Gemeinsam stärker

Oliver Klitzke führt als neuer CEO die Unternehmensgruppe

London/Duisburg, 10. August 2016. Der Energieanlagenbauer Mitsubishi Hitachi Power Systems, Ltd. (MHPS) integriert das operative Geschäft seiner Tochtergesellschaften in der Region EMEA (Europe, Middle East, Africa) und schafft damit eine schlagkräftige Einheit mit umfassenden Kompetenzen in allen Bereichen der thermischen Stromerzeugung. Geleitet wird das Unternehmen von Oliver Klitzke: Der 53-jährige Ingenieur ist seit 1. August Chief Executive Officer (CEO) des Unternehmens. Oliver Klitzke verfügt über langjährige Erfahrungen im Energiebereich, die er sowohl in der Region EMEA als auch im asiatisch-pazifischen Raum gesammelt hat.

„Die Teams von Mitsubishi Hitachi Power Systems Europe in London und in Duisburg agieren zukünftig als eine gemeinsame Gesellschaft MHPS-EU. Sie können so den Kunden mit umfassendem Know-how in wirklich allen Bereichen der thermischen Stromerzeugung unterstützen", ist Klitzke überzeugt. Das Unternehmen setzt nicht nur das Geschäft mit thermischen Kraftwerken (vor allem Gas und Kohle) fort, sondern verfügt mit zusätzlichen Produkten, schlankeren Strukturen und einer effizienteren Projektabwicklung über wesentlich mehr Schlagkraft im Energieanlagenbau. Insgesamt beschäftigt die MHPS-EU-Gruppe rund 2.000 Mitarbeiter in der Region EMEA.

CEO Klitzke geht die Aufgabe selbstbewusst an: „Wir können sehr unterschiedliche Kundenanforderungen erfüllen. Das reicht von kleinen und großen Gasturbinen über den Bau modernster Großkraftwerke bis hin zu Wartung und Service. Darin liegt eine große Stärke innerhalb des MHPS-Konzerns. Außerdem verfügen wir über eine breite Basis von installierten Anlagen, die wir für unsere Kunden ertüchtigen und effizienter machen können – sowohl in technischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht."

MHPS-EU habe in der Region EMEA hervorragende Referenzen, eine sehr motivierte Belegschaft und könne als regional ausgerichtetes und europäisch geführtes Unternehmen ihre Kunden in einer sich verändernden Energielandschaft unterstützen, so Klitzke weiter. Gleichzeitig werde man das Geschäftspotenzial in den sich entwickelnden Energiemärkten in Osteuropa und in Nordafrika nutzen. „Die europäische Einheit in der Region EMEA bildet damit ein wichtiges Standbein bei unserem globalen Ziel, die Nr. 1 beim Bau thermischer Kraftwerke zu werden."

Der Zusammenschluss sei Teil der globalen Unternehmensstrategie der Muttergesellschaft Mitsubishi Hitachi Power Systems, erklärt Oliver Klitzke. Das japanische Unternehmen (rund 20.500 Mitarbeiter) wurde Anfang 2014 als Joint Venture gegründet, es vereinigt das frühere Kraftwerksgeschäft der beiden Technologiekonzerne Mitsubishi Heavy Industries, Ltd. und Hitachi, Ltd. MHPS hat seit 2014 regionale Gesellschaften in Nord- und Südamerika, in China und in Südostasien erfolgreich etabliert. Diese integrierten Unternehmen haben einheitliche Arbeitsabläufe, schnellere Reaktionszeiten und können auf die Ressourcen der weltweit tätigen MHPS-Gruppe zurückgreifen. Diese Vorteile will Oliver Klitzke auch in der Region EMEA verwirklichen.

Die Produktpalette von MHPS-EU beschränkt sich nicht auf Planung, Bau, Inbetriebsetzung und Service von Gas-, Kohle- und Industriekraftwerken. Der Anlagenbauer liefert zum Beispiel auch Kernkomponenten wie etwa Großdampferzeuger, Turbinen und hoch effiziente Umwelttechnik. Die Produktpalette wird ergänzt durch neue Technologien, zum Beispiel „Power-to-Fuel"-Lösungen und Hochtemperatur-Brennstoffzellen. Kraftwerksbau und das Service-Geschäft bieten ein großes Marktpotenzial für den Energieanlagenbauer.

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MHPS-EU CEO Oliver Klitzke


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29.07.2016
Erste Rauchgasentschwefelung auf dem Westbalkan

Duisburg, 29 Juli 2016. – Die Mitsubishi Hitachi Power Systems Europe GmbH (MHPSE) wird im Konsortium mit ihrer Muttergesellschaft Mitsubishi Hitachi Power Systems, Ltd. (MHPS) und dem slowenischen Anlagenbauer RUDIS d.o.o. das Braunkohlekraftwerk Ugljevik mit einer modernen Rauchgasentschwefelungsanlage nachrüsten. Ein entsprechender Vertrag wurde mit dem staatlichen Energieversorger Elektroprivreda Republic Srpska (ERS) unterzeichnet.

Das Braunkohlekraftwerk Ugljevik – in der Republik Srpska, eine von zwei autonomen Entitäten von Bosnien und Herzegowina – verfügt über eine installierte Leistung von 300 Megawatt (MW) und ist seit 1985 in Betrieb. Im Zuge der Annäherung an die Emissionsrichtlinien der Europäischen Union hatte der Energieversorger ERS entschieden, das Kraftwerk mit einer Rauchgasentschwefelungsanlage auszurüsten. Das Konsortium aus MHPS, MHPSE und RUDIS hat die Ausschreibung gegen starke internationale Konkurrenz gewonnen.

Das Projekt Ugljevik ist die erste Nachrüstung eines Kohlekraftwerkes auf dem Westbalkan mit einer Rauchgasentschwefelung. Die Rauchgasentschwefelungsanlage wird 99 Prozent des Schwefeldioxids aus dem Rauchgas entfernen, so dass ein Wert von 200 mg/ Nm3 erreicht und damit die Grenzwerte der europäischen „Industrial Emission Directive" (IED) erfüllt werden.

„Der Auftrag ist für die gesamte Mitsubishi Hitachi Power Systems-Gruppe eine wichtige Referenz", betont Rainer Kiechl, Vorsitzender der MHPSE-Geschäftsführung. Die auf dem Balkan operierenden Kohlekraftwerke (vor allem Braunkohle) seien in die Jahre gekommen und müssten – vor allem in punkto Umweltschutz – in naher Zukunft modernisiert werden, um die geltenden Emissionsstandards einhalten zu können. Rainer Kiechl: „Als ein technologischer Marktführer beim Bau von thermischen Kraftwerken und Rauchgasreinigungsanlagen eröffnen sich dadurch große Chancen für unser Unternehmen."

Im Projekt Ugljevik sind MHPS und MHPSE für das Engineering und die Lieferung verschiedener Hauptkomponenten (unter anderem Gipssilo, Gebläse, Luftkompressoren) verantwortlich. RUDIS, ein slovenischer Anlagenbauer, ist verantwortlich für allgemeine Bauarbeiten und Montage, sowie für einige Nebengewerke (zum Beispiel Tanks), elektrische Installationen, Rohrleitungen und das Baumanagement. Die Anlage soll ihren kommerziellen Betrieb im Juli 2019 aufnehmen.


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28.04.2016
Neuer 1.075 MW-Block von Enea hat Meilenstein erreicht

Duisburg/Kozienice, 28. April 2016. – Die erfolgreiche Kesseldruckprobe des neuen Blocks im Kohlekraftwerk in Kozienice wurde heute mit dem Stempeln des Kesselschildes offiziell besiegelt. Die Mitsubishi Hitachi Power Systems Europe GmbH (MHPSE), ihr polnischer Konsortialpartner Polimex-Mostostal und der Investor und Eigentümer des Kraftwerks Kozienice – das Unternehmen Enea – feierten die Kesseldruckprobe gemeinsam. Statt mit Champagner prostete man sich mit „Kesselwasser" zu.

Der hocheffiziente Block wird am Kraftwerksstandort Kozienice errichtet. Die Anlage verfügt nach Inbetriebsetzung über eine installierte Leistung von 1.075 Megawatt (MW) und einen Nettowirkungsgrad von rund 46%. Enea hat mehr als 5,1 Mrd. Zloty (ca. 1,21 Mrd. EUR) in den Neubau investiert.
„Der neue Block des Kraftwerks Kozienice wird künftig ein wichtiger Pfeiler für die Stromversorgung in Polen und gleichzeitig eine der effizientesten Anlagen ihrer Art weltweit sein", sagt Miroslaw Kowalik, CEO von Enea. „Dieses Investment belegt, dass es einen Platz gibt für hocheffiziente thermische Kraftwerke, die Kohle mit modernsten Technologien umweltschonend verstromen."
Der Grundstein für den neuen Block (Kozienice 11) im Kraftwerk wurde am 21. November 2012 gelegt. Die Mitsubishi Hitachi Power Systems Europe-Gruppe hat den Großdampferzeuger (Kessel) sowie einige Nebenanlagen geliefert. Die Dampfturbine, der Generator und zugehörige Komponenten, sowie die Rauchgasreinigungsanlage stammen von der japanischen Muttergesellschaft Mitsubishi Hitachi Power Systems, Ltd. Der Konsortialpartner Polimex-Mostostal ist für den Bauteil und die Montage sowie große Teile der Kraftwerksnebenanlagen verantwortlich.
„Der Bau von Kozienice 11 war der erste Schritt von MHPSE beim Einstieg in den polnischen Kraftwerksmarkt", so Rainer Kiechl, Vorsitzender der MHPSE-Geschäftsführung. „Seitdem haben wir einen Auftrag für den Bau eines Großkraftwerkes in Turow gewonnen und nehmen an weiteren Ausschreibungen teil. Für unser Unternehmen ist Polen eindeutig ein Schlüsselmarkt und die reibungslose Kooperation mit dem Kunden Enea eine wichtige Referenz."

Diesen Punkt betont auch Yasuo Fujitani, Director und Senior Executive Vice President der japanischen Muttergesellschaft Mitsubishi Hitachi Power Systems, Ltd.: „MHPS plant und baut nicht nur Gas- und Kohlekraftwerke, sondern liefert zum Beispiel auch modernste Technologien zur Rauchgasreinigung. Solche Komponenten werden künftig in Polen und anderen Ländern Mittel- und Osteuropas eine immer wichtigere Rolle spielen."
Kozienice 11 ist auch ein wesentlicher Faktor für die Wirtschaft und für die am Bau beteiligten Firmen. „Ein hoher Anteil der Wertschöpfung verbleibt in der Region, bei Unterlieferanten und anderen beteiligten Firmen", stellt Antoni Józwowicz, CEO von Polimex-Mostostal S.A., fest.
Bei der Kesseldruckprobe wurden die Membranwände, Heizflächen und Rohrleitungen des ca. 100 Meter hohen Großdampferzeugers mit Wasser gefüllt und bei über 513 bar auf Dichtigkeit geprüft. Die mehr als 93.000 Schweißnähte mussten diesem hohen Druck erfolgreich standhalten. Die polnische UDT – das Gegenstück zum deutschen TÜV – hat dies als zuständige Aufsichtsbehörde („notified body") bestätigt. Derzeit sind fast 2.450 Arbeiter, Ingenieure und andere Fachleute auf der Baustelle im Einsatz.


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